Eine Marke von
Veröffentlicht inKultur, Kultur & Gesellschaft

Fesselnd, radikal: Zwei Frauen-Romane, die für Aufsehen gesorgt haben (bei Thalia)

Frau in einem Buchladen
Viele spannende Neuentdeckungen erwarten euch im September. Credit: Getty Images

Zwei Romane von jungen Autorinnen, zwei krasse Protagonistinnen, zwei großartig geschriebene Bücher: Diese beiden Romane solltet ihr unbedingt lesen.

Gute Frauenrollen in Romanen fesseln mich immer besonders. So auch die Protagonistinnen in diesen beiden Romanen, die ich euch wärmstens ans Herz legen möchte. Zum einen der Roman „Die Kräfte“ von der mehrfach preisgekrönten Laura Vazquez, der im September 2026 erschienen ist.

Zum anderen der Roman „Die schönste Version“ von Ruth-Maria Thomas, der schon vor einiger Zeit erschienen, aber nicht minder aktuell und faszinierend ist. Ihr Debütroman wurde nominiert für den Deutschen Buchpreis und für den aspekte-Literaturpreis 2024.

Hier erfahrt ihr mehr zu beiden Büchern:

„Die Kräfte“ Laura Vazquez 

Die Autorin und Lyrikerin Laura Vazquez, geboren 1986, (-> Buch hier bei Thalia ansehen*) war Stipendiatin der Villa Medici in Rom. Ihr Roman „Die Kräfte“ wurde in Frankreich mit dem Prix Décembre und dem Prix Les Inrockuptibles ausgezeichnet. Zudem wurde Vazquez im April 2026 mit dem Franz-Hessel-Preis ausgezeichnet.

Inhaltsangabe: Gewalt und Zartheit, die aufeinanderprallen

Die Handlung folgt einer jungen Frau, die mit der Welt schlicht nicht einverstanden ist. Sie streift durch ihr Aufwachsen, ihre Kindheit, ihre Geschichte und stellt fest, dass ihr die normative Ordnung der Dinge schon immer fremd war.

Sie beobachtet die Menschen um sich herum mit einer Schärfe, die wehtut: die Mutter, deren Mund nur die Welt widerspiegelt, den Vater, der unter der Last seiner Pflichten schrumpft, die weinende Kassiererin, die niemand sieht.

Ein toller Roman über Themen wie soziale Herkunft, Armut, Queerness und ganz grundsätzlich: wie man in einer Welt leben kann, in der Gewalt und Zartheit unentwegt aufeinanderprallen.

Ruth-Maria Thomas: Die schönste Version

Ruth-Maria Thomas erregte mit ihrem Debütroman (-> hier bei Thalia erhältlich*) große Beachtung und wurde für den Deutschen Buchpreis 2024 nominiert. Louis Dellert schrieb dazu: „Ein Muss für uns und wirklich jeden Mann, der ansatzweise verstehen möchte, wie das Aufwachsen als Frau im Patriarchat uns kaputtmachen kann.“

Ebenso brilliant wie drastisch sezierend geschrieben beleuchtet „Die schönste Version“ die Abgründe einer toxischen Beziehung und zeigt auf, welche gesellschaftlichen Strukturen und Bedingungen zu Gewalt gegen Frauen führen.

Inhaltsangabe: Die erste Liebe, die toxisch endet

Ruth-Maria Thomas erzählt die Geschichte von Jella und Yannick. Es ist eine Geschichte vom Aufwachsen in der ostdeutschen Provinz und der ersten großen Liebe, deren anfängliche Leichtigkeit sich in ihr Gegenteil verkehrt und eine toxische, gewaltvolle Dynamik entwickelt.

Eine funkelnde und zugleich erschütternde Geschichte eines Erwachens, eine große Introspektion und eine Anklage – fesselnd, tiefgründig und von unerhörter Aktualität.

*Affiliate-Links

*Affiliate-Links