Über Skincare, Darmgesundheit, Zyklus und Selfcare sprechen wir inzwischen ziemlich selbstverständlich. Aber Vaginalflora? Da wird es plötzlich erstaunlich still. Dabei gehört Intimgesundheit genauso zu unserem Wohlbefinden – und sollte eigentlich kein Tabuthema sein.
Umso hilfreicher ist es, ein bisschen besser zu verstehen, was sich hinter dem Begriff Vaginalflora eigentlich verbirgt.
Was ist die Vaginalflora? Ein kleines Ökosystem erklärt
Unsere Vaginalflora ist vielfältiger als man vielleicht denkt: In der Vagina leben zahlreiche Mikroorganismen, die gemeinsam die Vaginalflora, auch Scheidenflora genannt, bilden. Dazu gehören verschiedene Milchsäurebakterien, so genannte Laktobazillen.
Laktobazillen sind an einem sauren vaginalen Milieu beteiligt. Bei vielen Menschen im gebärfähigen Alter liegt der pH-Wert der Vagina niedriger als an anderen Körperstellen. Dieses saure Milieu erschwert es bestimmten unerwünschten Mikroorgansimen, sich stark zu vermehren. Welche Bakterien in welcher Zusammensetzung vorkommen, ist allerdings individuell und kann sich im Laufe des Lebens verändern.
Gut zu wissen: Ausfluss ist zunächst einmal normal und erfüllt eine Funktion. Farbe, Konsistenz und Menge können sich beispielsweise im Verlauf des Menstruationszyklus verändern.
Was kann die Vaginalflora beeinflussen?
Verschiedene innere und äußere Faktoren können die Zusammensetzung der Vaginalflora beeinflussen. Dazu zählen unter anderem:
- Hormonelle Veränderungen während des Zyklus
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Die Wechseljahre
- Hormonelle Verhütung
- Bestimmte Medikamente, insbesondere Antibiotika
- Bestimmte Gewohnheiten bei der Intimpflege
- Sexualität und der Kontakt mit Körperflüssigkeiten
Intimpflege: Weniger ist häufig mehr
Intimspray, Waschlotion, Duftprodukte: Braucht unser Intimbereich wirklich eine eigene Beauty-Routine? In der Regel nicht. Vagina und Vulva sind nicht dasselbe. Mit der Vagina ist der innere Teil gemeint, die Vulva bezeichnet die von außen sichtbaren Genitalien. Die Vagina besitzt natürliche Selbstreinigungsmechanismen und muss nicht von innen gereinigt werden. Für die Vulva reicht häufig lauwarmes Wasser; wer ein Reinigungsprodukt verwenden möchte, sollte ein möglichst mildes Produkt wählen, das für den äußeren Intimbereich geeignet ist.
Auch stark parfümierte Produkte sind nicht notwendig. Ein natürlicher Eigengeruch gehört zum Körper und ist kein Zeichen mangelnder Hygiene. Mindestens genauso wichtig wie die Frage nach der richtigen Pflege ist deshalb, den eigenen Körper und sein persönliches “Normal” kennenzulernen.
Doch Intimgesundheit nur auf die richtige Hygiene zu reduzieren, greift ohnehin zu kurz. Denn während wir bei der Vaginalflora zuerst an den Intimbereich denken, rückt in der Forschung noch ein ganz anderer Teil unseres Körpers in den Fokus: der Darm.
Was hat der Darm mit der Vaginalflora zu tun?
Nicht nur in der Vagina, sondern auch im Darm leben zahlreiche Mikroorganismen. Der Darm bildet dabei ein großes Reservoir für verschiedene Bakterienarten – darunter auch Laktobazillen, die eine wichtige Rolle für das vaginale Milieu spielen. Aufgrund der anatomischen Nähe von Darm und Vagina können Laktobazillen aus dem Darm über den dazwischenliegenden Bereich in den Vaginalbereich gelangen und sich dort ansiedeln. Dieser natürliche Übertragungsweg wird vereinfacht auch als „Schleimstraße“ bezeichnet.
In diesem Zusammenhang ist von der sogenannten Darm-Vaginal-Achse die Rede: Darmmikrobiom, Schleimhäute und vaginales Milieu stehen miteinander in Verbindung und können sich gegenseitig beeinflussen. Das macht verständlich, warum ausgewählte Bakterienstämme nicht zwingend lokal angewendet werden müssen, sondern auch oral aufgenommen werden können. Welche Bedeutung einzelne Bakterienstämme dabei haben, wird weiterhin wissenschaftlich untersucht.
OMNi-BiOTiC® WOMAN: Vier Bakterienstämme zum Trinken

OMNi-BiOTiC® WOMAN ist ein speziell für Frauen entwickeltes Pulver, das nicht lokal im Intimbereich angewendet, sondern in Flüssigkeit eingerührt und getrunken wird.
Enthalten sind die vier studiengeprüften Bakterienstämme Lactobacillus crispatus LBV88, Lacticaseibacillus rhamnosus LBV96, Lactobacillus gasseri LBV150N und Lactobacillus jensenii LBV116.
Der praktische Unterschied liegt in der Anwendung: Das Pulver wird getrunken und nicht lokal im Intimbereich angewendet. Das Getränk kann auch während der Periode eingenommen werden und verursacht keinen zusätzlichen vaginalen Ausfluss.
Die Rezeptur ist außerdem frei von Hormonen, tierischem Eiweiß, Gluten, Hefe und Laktose.
Einrühren, trinken, fertig
Die Anwendung ist unkompliziert: Ein Beutel OMNi-BiOTiC® WOMAN wird in etwa 125 Milliliter Wasser eingerührt. Nach mindestens einer Minute Aktivierungszeit noch einmal umrühren und anschließend trinken. Die Flüssigkeit sollte dabei nicht wärmer als 40 Grad sein.
Empfohlen wird die Einnahme ein- bis zweimal täglich auf möglichst leeren Magen, beispielsweise morgens vor dem Frühstück oder abends vor dem Essen beziehungsweise Schlafengehen. So lässt sich die Einnahme leicht mit einer bestehenden Morgen- oder Abendroutine verbinden.
Untenrum glücklich? Fängt auch damit an, darüber zu reden
Vielleicht müssen wir Intimgesundheit vor allem eines nehmen: ihre Sonderrolle. Über Skincare, Darmgesundheit und Zyklus sprechen wir schließlich auch ganz selbstverständlich. Warum sollte das bei unserer Vaginalflora anders sein?
Sie gehört zu unserem Körper – und darf genauso selbstverständlich Aufmerksamkeit bekommen. „Untenrum glücklich“ darf ein ganz normales Thema sein.
Quellen:
- OMNi-BiOTiC® WOMAN: https://www.omni-biotic.com/produkt/omni-biotic-woman/
- Scheidenflora: Mikrobiom der Frau: https://www.omni-biotic.com/de-at/darmgesundheit/einflussbereiche-des-darms/scheidenflora/
- Scheidenflora aufbauen: 7 Tipps für eine gesunde Vaginalflora: https://www.omni-biotic.com/de-at/blog/tipps-fur-eine-gesunde-vaginalflora/
- Frauengesundheit neu gedacht: Von Frauen für Frauen: https://www.omni-biotic.com/de-at/darmgesundheit/einflussbereiche-des-darms/frauengesundheit/
Deine Gesundheit verdient Aufmerksamkeit – in jedem Lebensabschnitt. Ob Zyklus, Wechseljahresbeschwerden, Kinderwunsch, Schwangerschaft oder die wichtige Krebsfrüherkennung: Regelmäßige Vorsorgetermine bei deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu handeln.
Wichtig: Wenn du körperliche Beschwerden hast – sei es durch Schmerzen, Ausfluss, Zyklusstörungen oder einfach ein ungutes Gefühl – oder Fragen rund um Verhütung, Schwangerschaft oder deine Vorsorge offen sind, dann scheue dich nicht, medizinischen Rat einzuholen. Früher erkannt, ist vieles leichter zu behandeln – und du bist es dir wert.

