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Schreck für die Schneck! Diese Stauden halten Schnecken fern (winterhart + pflegeleicht)

Schnecke in Blumenbeet
© Adobe Stock

Vorab im Video: Wirksame Hausmittel gegen Schnecken

Du möchtest dein Blumenbeet vor Schnecken schützen? Dann solltest du vermehrt Stauden pflanzen, die Nacktschnecken resistent sind. Lies hier, welche das sind.

Schnecken gehören zu den ungebetenen Gästen im Beet. Sie lassen sich nicht nur Gemüse und Salat, sondern auch viele Stauden schmecken.

Nach regenreichen Tagen machen sich ganze Scharen von Nacktschnecken in den Gärten breit und vernichten alles, was ihnen in den Weg kommt. Na ja, fast alles.

Denn während Funkien, Rittersporn, Studentenblumen oder Sonnenblumen zu ihren Leibspeisen zählen, gibt es auch eine Reihe Stauden, die Schnecken verschmähen.

Die Kriechtiere lassen sie nicht nur links liegen, sie machen sogar einen Bogen um sie herum. Das wiederum kann die Blumen in direkter Umgebung der Schneckenschreck-Pflanzen schützen. Dieser natürliche Schneckenschutz ist sehr viel besser für die Umwelt als Chemiekeulen wie Schneckenkorn.

Welche Stauden Schnecken verschrecken, liest du hier.

1. Katzenminze

Für mich gehört die luftig wachsende blau-violett blühende Katzenminze zu den Stars im Staudenbeet. Sie ist nicht nur unglaublich robust, du kannst sie auch getrost „vergessen“. Sie braucht weder groß Pflege noch viel Wasser.

Und noch eine Eigenart macht die mediterran wirkende Staude zu einem Highlight im Garten: Schnecken hassen sie! Grund ist ihr Duft, der für uns angenehm, aber für die schleimigen Plagegeister abschreckend ist.

Katzenminze
Katzenminze gehört zu den Stauden, die Schnecken meiden. Credit: Adobe Stock

2. Mediterrane Duftkräuter

So sehr Bienen und Schwärmer sie lieben, so sehr hassen Schnecken duftende Kräuter.

Von Minze (Schneckenfeind Nr. 1), über Thymian, Rosmarin und Salbei, bis zu Estragon, Beinwell, Bohnenkraut und Zitronenmelisse – Schnecken machen einen Bogen um die meisten duftenden Kräuter.

Besonders hübsch, sehr pflegeleicht und dankbar: Bodendecker-Thymian*, die in den Sommermonaten herrlich violett blüht.

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Achtung: Schnecken verschmähen nicht alle Kräuter! Basilikum, junge Petersilienpflanzen, Dill und Majoran mögen sie sogar sehr. Die also besser nicht mit ins Beet pflanzen, wenn du Schnecken abhalten möchtest.

Duftende Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Salbei halten Schnecken fern. Credit: Adobe Stock

3. Frauenmantel

Ebenfalls sicher vor Schnecken ist der Frauenmantel. Die heimische Pflanze gehört zu den pflegeleichten Stauden und stellt wenig Ansprüche. Mit ihren hellgrünen filigranen Blüten und den weichen großen Blättern setzt sie im Beet tolle Akzente.

Tipp: Frauenmantel kann auch als Bodendecker eingesetzt werden und so einen natürlichen Schutzwall gegen Schnecken bilden.

Frauenmantel Pflanze
Frauenmantel kann als Bodendecker gesetzt werden, der als Schneckenschutzzaun wirkt. Credit: Adobe Stock

4. Akelei

Wie der Frauenmantel gehört auch die Akelei* zu den heimischen Wildstauden. Das macht sie sehr dankbar und unempfindlich. Auch Schnecken sind ihr völlig egal.

Dafür zieht sie mit ihren großen, glockenartigen Blüten und dem schmackhaften Nektar die so nützlichen Hummeln magisch an.

Die Akelei fühlt sich im Halbschatten am wohlsten und verzückt von Mai bis Juli mit ihren weißen, violetten, rosafarbenen oder purpurnen Blüten menschliche und tierische Gartenbesucher*innen – außer Schnecken.

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Lila Akelei: Die Akelei gehört zu den selbstaussäenden Stauden.
Akelei ist nicht nur anspruchslos und vermehrt sich selbst – auch Schnecken schmeckt die heimische Staude nicht. Credit: Adobe Stock

5. Lavendel

Uns schickt der Duft gedanklich in den Urlaub, Schnecken in die Wüste: Lavendel* ist ein natürlicher Schneckenschreck. Die kriechenden Plagegeister meiden ihn. 

Mit Lavendel als Nachbarn schützt du andere Zierpflanzen davor, Opfer der Schnecken zu werden. Besonders stark wird die Schneckenabwehr, wenn du den Lavendel mit Minze, Thymian, Salbei oder Rosmarin im Beet kombinierst. 

Dieser Pflanzenmix verströmt nicht nur einen wunderschönen Anti-Schnecken-Duft, sondern versprüht auch mediterranen Flair.

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Wichtig: Lavendel mag wie viele andere mediterrane Duftpflanzen einen sonnigen Standort und sandige, nährstoffarme Böden.

Lavendelpflanze
Lavendel sieht nicht nur schön aus, sondern hält mit seinem Duft auch Schnecken fern. Credit: Adobe Stock

6. Wollziest

Ich liebe Wollziest wegen seiner samtigen Blätter, die mich an flauschige Eselsohren erinnern. In meinem Garten findet sich die silbrig-grüne Pflanze an den sonnigsten Stellen. Je wärmer, desto besser. Wollziest mag es muckelig und fühlt sich dort wohl, wo es vielen anderen Stauden zu heiß wird.

Doch nicht nur wegen seiner Eigenschaften und der tollen Optik bin ich Wollziest-Fan: Die Pflanze ist noch dazu ein echter Schnecken-Schreck. Denn genau die typische weiche Blattoberfläche ist für die Kriechtiere ein absoluter Graus und sie machen einen riesigen Bogen um sie.

Wollziest
An den schönen Wollziest gehen Schnecken nicht ran. Credit: Ann-Kathrin Schöll/gofeminin

7. Storchschnabel

Der Storchschnabel ist ein echter Allrounder fürs Staudenbeet und Schnecken können mit ihm wenig anfangen. Die robusten, teilweise aromatisch duftenden Blätter stehen bei den schleimigen Gartenbewohnern normalerweise nicht auf dem Speiseplan.

Je nach Sorte blüht Storchschnabel in Rosa, Violett, Blau oder Weiß und kommt sowohl mit sonnigen als auch halbschattigen Standorten zurecht. Einige Sorten wachsen zudem so dicht, dass sie sich wunderbar als Bodendecker eignen.

Storchenschnabel
Storchenschnabel ist pflegeleicht, wächst schnell und Schnecken machen einen Bogen um ihn. Credit: M. Schuppich – stock.adobe.com

Tipp: Besonders praktisch sind robuste, stark wachsende Sorten. Sie schließen mit der Zeit Lücken im Beet und halten gleichzeitig Unkraut in Schach.

8. Fetthenne

Trockenheitsverträglich, pflegeleicht und schneckenresistent: Die Fetthenne hat gleich mehrere Eigenschaften, die sie zur perfekten Gartenstaude machen. Ihre dicken, fleischigen Blätter sind für Schnecken wenig attraktiv.

Fetthenne
Die Fette Henne ist unkompliziert und trockenheitsresistent. Credit: Adobe Stock

Besonders die hohen Fetthennen sorgen im Spätsommer und Herbst für Farbe im Beet. Dann öffnen sich ihre zahlreichen kleinen Blüten und werden zum Magneten für Bienen und andere Insekten.

Tipp: Fetthennen sind ideal für sonnige, eher trockene Gartenbereiche und kommen auch mit längeren Trockenperioden erstaunlich gut zurecht.

9. Elfenblume

Du suchst einen schneckenresistenten Bodendecker für schattigere Bereiche? Dann solltest du dir die Elfenblume merken. Ihre festen Blätter schmecken Schnecken in der Regel nicht.

Die zierlichen Blüten erscheinen im Frühjahr und scheinen beinahe über dem Laub zu schweben. Besonders wohl fühlt sich die Elfenblume im Halbschatten oder Schatten – beispielsweise unter Bäumen und größeren Sträuchern.

Elfenblume
Die Elfenblume hat zarte Blüten und dekorative, herzförmige Blätter. Credit: Adobe Stock

Einmal eingewachsen, bilden viele Sorten dichte Teppiche und können dadurch gleichzeitig Unkraut unterdrücken.

Extra-Tipp: Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse ist zwar nicht winterhart und gehört damit bei uns auch nicht zu den mehrjährigen Stauden. Doch sie ist eine geniale Schneckenschutz-Pflanze und du kannst sie im Frühjahr aussäen.

Mit ihren tellerrunden Blättern und den feuerroten oder gelben Blüten, zieht sie die Blicke auf sich und hält die schleimigen Kriechtiere fern. Sie eignet sich auch wunderbar als Beetumrandung.

Während sie für Schnecken ungenießbar ist, können wir uns fast alle Teile der Pflanze schmecken lassen. Kapuzinerkresse hat ein pfeffrig-scharfes Aroma und macht sich perfekt in sommerlichen Salaten.

Kapuzinerkresse
Kapuzinerkresse wächst schnell und wird von Schnecken gemieden. Credit: Adobe Stock

Ich hoffe, dass dir der blühende Schneckenschutz nützlich werden wird und du damit die Plagegeister im Zaum hältst.

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